St. Marien, Kenz

Projektträger: Ev. Pfarramt Kenz
Projektlaufzeit: 2015-2019

Die Provinz bietet Herausragendes: Das heute etwa 500 Einwohner zählende vorpommersche Kenz besitzt eine stattliche gotische Backstein-Kirche, deren Erscheinungsbild auf eine bedeutende und interessante Ortsgeschichte hindeutet. Im Mittelalter verfügte Kenz über ein Gnadenbild der Maria Pomerana und eine heilbringende Quelle, so dass es sich im 15. und 16. Jahrhundert zur führenden Wallfahrtsstätte in der Region entwickelte.

1398 war auf der Quelle die große fünfjochige Saalkirche errichtet worden. 1405 wurde der Pommersche Herzog Barnim VI. im Kircheninnern bestattet, ein schmuckvolles hölzernes Kenotaph (Erinnerungs-Grabmal) hat sich erhalten. Künstlerisch herausragend sind die Glasmalereien in den fünf Chorfenstern von 1430. Altar und Kanzel stammen hingegen aus dem Barock, als Kenz blühender Kur- und Badeort wurde – von dieser Zeit zeugen noch ein Brunnenhaus, Übernachtungs- und Gesellschaftshäuser und eine Kurpromenade im Ort. Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche auf die gotischen Ursprünge zurückgeführt und ein eleganter neogotischer Helm auf den Turm gesetzt.

Der kunstsinnige und engagierte Ortspfarrer hat sich tief in die Geschichte seiner Kirche eingearbeitet und trieb die bauliche Herrichtung dieses zuvor vergessenen Kleinods voran. Seit 2015 unterstützt ihn dabei die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG; zunächst bei der Sanierung des Turms, dann bei der Dachkonstruktion des Kirchenschiffes und schließlich bei der Restaurierung der wertvollen mittelalterlichen Glasfenster.