Runge

Runge-Nachlass, Hamburger Kunsthalle

Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG ermöglichte mit einer zweimaligen erheblichen Förderung den Erwerb mehrerer bedeutender, seit Jahrzehnten als Leihgabe der Familie Runge in der Hamburger Kunsthalle ausgestellter Gemälde von Philipp Otto Runge (1777–1810). Auf diese Weise konnte ein einzigartiger Bestand für Hamburg gesichert werden.

Kooperationspartner waren die Kulturstiftung der Länder, die Stadt Hamburg und der Bund. Mit dem Erlös richtete ein Runge-Erbe die Philipp Otto Runge Stiftung zur Erforschung und Pflege des Werks von Philipp Otto Runge und zur Förderung junger Künstler ein.

carus

Carus-Gemälde, Pommersches Landesmuseum Greifswald

Das Pommersche Landesmuseum besitzt einen kleinen, aber sehr feinen Bestand  an Gemälden von Malern der nordischen Romantik. Werke von Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge, Johan Christian Dahl und eben Carl Gustav Carus gehören dazu, von dem 2011 das Gemälde „Ruine Eldena mit Hütte im Mondschein“ vom Kunsthandel angeboten wurde.

Die Beziehung des dilettierenden Arztes Carus zu dem verehrten Freund Friedrich kann an diesem bemerkenswerten Bild anschaulich gemacht werden, denn auch Friedrich hat das Motiv der Ruine der Abtei Eldena vor den Toren Greifswalds mehrfach künstlerisch variierend umgesetzt – eine Fassung befindet sich im Pommerschen Landesmuseum.

Kulturstiftung der Länder, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung und HERMANN REEMTSMA STIFTUNG ermöglichten gemeinsam den Erwerb für Greifswald.

HumboldttagebuecherBerlin

Humboldt-Tagebücher, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Staatsbibliothek zu Berlin

Auf knapp 4.000 Seiten hat Alexander von Humboldt die abenteuerlichen Erlebnisse und grundlegenden Forschungen seiner fünfjährigen Expedition durch Mittel- und Südamerika (1799-1804) festgehalten. Die Aufzeichnungen – Beschreibungen, Diagramme, Skizzen von Tieren, Gebirgsformationen, Pflanzen, Messdaten aller Art – waren Basis seiner späteren epochalen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die eine „zweite“ Entdeckung des damals dennoch unbekannten Kontinents einläuteten.

Dieser außergewöhnliche Schatz aus der Hand des bedeutendsten Wissenschaftlers des
19. Jahrhunderts wurde Jahrzehnte lang von den Nachkommen der Familie von Humboldt aufbewahrt und überstand so manche Odyssee.

Unter Federführung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gelang 2013 einem großen Konsortium aus Bund und mehreren Stiftungen – darunter auch die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG – die Erwerbung für die Staatsbibliothek zu Berlin. Der Kauf ist Anlass für ein groß angelegtes Forschungsprojekt zu den Tagebüchern.

CBlechen_Ideallandschaft

Blechen-Gemälde, Stiftung Fürst Pückler Museum und Park Branitz, Cottbus

Im malerischen Schloss des Fürsten Pückler erinnert die „Carl-Blechen-Galerie“ mit einem beachtlichen Bestand von Landschaftsgemälden an den berühmten Sohn der Stadt, der 1798 in Cottbus geboren wurde.

Das qualitätvolle, weitläufige und großformatige Gemälde „Landschaft mit Eremit“, das der Frühzeit Blechens zugeordnet wird, konnte durch die Kulturstiftung der Länder, Stadt Cottbus, Sparkasse Spree-Neiße und HERMANN REEMTSMA STIFTUNG für die Stiftung Pückler Museum und Park Branitz erworben werden. So sind die gemalte Ideallandschaft Blechens und die kunstvoll angelegten Landschaftsgärten Pücklers in Branitz vereint.

DixSonnenaufgang

Dix-Gemälde, Städtische Galerie Dresden

Dank des beherzten Eingreifens des Direktors der Städtischen Galerie Dresden im Vorfeld einer Versteigerung und dem schnellen Zusammenschluss mehrerer Stiftungen gelang eine eindrucksvolle Rückkehr. Otto Dix schenkte 1920 dem Stadtmuseum Dresden sein expressives Gemälde „Sonnenuntergang“ aus dem Jahr 1913: Die kühne Darstellung einer Winterlandschaft unter kalt strahlender Morgensonne, die die erwartungsvoll-ängstlichen Zeitstimmungen in Deutschland am Vorabend des Ersten Weltkrieges bündelt, eine apokalyptische Vorahnung, ein existentielles Epochenbild. Das Gemälde wurde im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt und veräußert, ehe es 2012 aus Privatbesitz in einer Auktion angeboten wurde.

Die kurzfristige Sicherung eines angemessenen Kaufpreises durch Kulturstiftung der Länder, HERMANN REEMTSMA STIFTUNG, Rudolf-August Oetker Stiftung, Ernst v. Siemens Kunststiftung und Stadt Dresden ermöglichte die Herausnahme aus der Versteigerung. Das Gemälde hängt nun nach 80 Jahren wieder in der Städtischen Galerie Dresden.